Das automatische Präzisionsdrehen, dank immer weiter entwickelter CNC-Drehmaschinen, ermöglicht es, sehr enge Toleranzen zu erreichen – oft im Bereich von Mikrometern. Die Angabe solcher Toleranzen erfordert jedoch einen höheren Produktionsaufwand. Mit minimalen Spielräumen zu arbeiten bedeutet mehr Arbeitsgänge, strengere dimensionalen Kontrollen und höhere Kosten. Außerdem können bestimmte Werkstoffe aufgrund ihrer Eigenschaften zusätzliche Bearbeitungsschritte erfordern, um besonders strenge Vorgaben einzuhalten.

Die Bedeutung der Toleranzen in der automatischen Präzisionsdreherei

In der automatischen Präzisionsdreherei sind maßliche und geometrische Toleranzen nicht einfach nur Zahlen auf einer technischen Zeichnung, sondern stellen einen der einflussreichsten Faktoren für die Endkosten des Bauteils und sein Verhalten im Betrieb dar. Die Festlegung korrekter Werte bedeutet, ein Gleichgewicht zwischen der Funktionalität des Bauteils und der wirtschaftlichen Effizienz zu finden. Eine übermäßig enge Toleranz ist nicht immer notwendig, wenn das Bauteil im Endmontageprozess oder im Betrieb des Produkts keine kritische Funktion erfüllt. Es ist nicht immer sinnvoll, die technisch möglichen Grenzen der automatischen Präzisionsdreherei auszureizen. Mitunter ermöglicht eine größere Flexibilität bei den Maßtoleranzen die Herstellung von Bauteilen, die den Endgebrauch nicht beeinträchtigen, jedoch mit deutlich geringeren Kosten und kürzeren Durchlaufzeiten.

Im Gegensatz dazu werden für Bauteile, die präzise Passungen oder spielfreie Bewegungen gewährleisten müssen, strenge Toleranzen unverzichtbar, um Leistung, Sicherheit und eine lange Lebensdauer zu gewährleisten. Wenn mit der Stangenbearbeitung metallische Kleinteile für Branchen gefertigt werden, in denen Zuverlässigkeit entscheidend ist, wie Automotive, Elektronik oder Medizintechnik, kann selbst die geringste Abweichung den Unterschied zwischen einem perfekten Bauteil und einem Ausschussteil ausmachen.

Das Gleichgewicht zwischen Präzision und Kostenkontrolle

Aus qualitativer Sicht bietet eine engere Toleranz zweifellos Vorteile in Bezug auf die Austauschbarkeit der Bauteile, geringeren Verschleiß, die Reduzierung mechanischer Spiele und eine höhere Gesamtzuverlässigkeit des Systems, in das das Bauteil integriert wird. Dabei ist jedoch zu berücksichtigen, dass sich Qualität nicht allein in Mikrometern messen lässt, sondern auch in der Prozessstabilität, der Fähigkeit, über die Zeit hinweg konforme Bauteile zu liefern, sowie in einer effizienten Kostenkontrolle. Genau hier macht die Erfahrung derjenigen, die im Bereich der automatischen Präzisionsdreherei tätig sind, den Unterschied, da sie es ermöglicht, den Kunden hinsichtlich der am besten geeigneten Toleranzen für die tatsächlichen Anwendungsanforderungen zu beraten, Verschwendung zu vermeiden und dennoch die erwartete Qualität sicherzustellen.

Auch die Wahl des Produktionsprozesses wird entscheidend: Für bestimmte Geometrien kann das mehrachsige automatische Drehen wirtschaftlicher sein als eine sequenzielle Bearbeitung auf mehreren Maschinen, da Umspannfehler reduziert und die Gesamtpräzision verbessert werden.

Die Beratung von Sarbo in der automatischen Präzisionsdreherei

Sarbo stellt die modernsten Technologien für die automatische Präzisionsdreherei zur Verfügung, ergänzt durch hochqualifizierte Beratungs- und Industrialisierungsdienstleistungen. Der kontinuierliche Dialog zwischen Kunde und Hersteller ist der Schlüssel zur Definition geeigneter Toleranzen, die die geforderte Qualität gewährleisten, ohne die wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit zu beeinträchtigen. Nur durch diese Synergie lässt sich das perfekte Gleichgewicht zwischen technischer Exzellenz und nachhaltiger Produktion im Stangendrehprozess erreichen.

Die Fertigungsprozesse für metallische Drehteile werden nach den Prinzipien von Lean Production und Six Sigma entwickelt, mit dem Ziel, Verschwendung zu reduzieren, die Effizienz zu steigern und Kosten zu optimieren. Am Ende der Bearbeitung führt Sarbo sorgfältige Kontrollen durch, um sehr hohe Qualitätsstandards und die Einhaltung der vorgesehenen Toleranzen sicherzustellen. Die Leistungsfähigkeit des automatischen Präzisionsdrehprozesses wird kontinuierlich über das OEE-System (Overall Equipment Effectiveness) überwacht. Jedes Bauteil wird präzisen Maßkontrollen unterzogen, die auch die strengsten Anforderungen des Automotive-Sektors erfüllen.

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